Dresden: Elbflorenz Metropole mit jeder Menge Tradition und einem ganz eigenen Flair

Die Medien zeichnen ein düsteres Bild von Dresden. Dabei hat die Wahlheimatstadt von August dem Starken, seinerzeit König von Polen, eine Menge zu bieten, was Architektur und Kunst angeht. Im Schlossgarten zu Pillnitz ist die große Sammlung an exotischen Gewächsen aus der ganzen Welt zu bewundern, welche August früher von seinen Reisen in die Elb-Metropole mitgebracht hat. Überhaupt gibt es in Dresden eine reichhaltige Fauna: Wo anderorts Linden die Alleen zieren, wechseln sich in Dresden seltene Maulbeerbäume mit Ginkgoalleen ab, am Altmarkt Dresden werden seit Jahren riesige Blumenkübel mit Engelstrompeten kultiviert, entlang der Wilsdruffer Straße im Stadtzentrum erblühen im Sommer ausgefallene Physalis Bäume.

In den Museen der Stadt können sich Besucher freitags kostenlos umsehen, in einigen Galerien und Ausstellungen wird in Dresden versucht, die historische Vergangenheit aufzuarbeiten. So steht am Münchner Platz in Dresden heute immer noch das bedrohlich-imposante Bauwerk der Strafjustiz, bis spät in die 80er Jahre hinein führte die Staatssicherheit der DDR (Stasi) hier Hinrichtungen durch von Verurteilten aus dem gesamten Regierungsgebiet der ehemaligen DDR. Auch 29 Jahre nach dem Mauerfall steckt das sozialistische Denken noch tief in den Köpfen der Dresdner, als eine der wenigen, wenn nicht als einzige, Stadt der DDR war in Dresden ein Empfang von West-Fernsehsendern nicht möglich. Die Dresdner Bevölkerung hatte also zu keiner Zeit eine Möglichkeit des objektiven Vergleichs zwischen Ost-Propaganda in den Medien und der Berichterstattung des Westens Deutschlands.

 

Dresden und der Fortschritt: Haben die Dresdner das Ende der DDR mitbekommen?

Vom „Tal der Ahnungslosen“ ist knapp 30 Jahre nach der Wende in Dresden noch vieles geblieben, die Einheimischen leben überaus traditionsbewusst und sind dabei trotzdem in den modernen Zeiten des digitalen Zeitalters angekommen. Unternehmen wie Seolusion.com, eine SEO Agentur für den Raum Dresden, zeigen wie’s geht und gelten als Wegbereiter für viele Unternehmen in der ganzen Bundesrepublik zu mehr Sichtbarkeit im Netz und somit mehr Umsatz ohne zusätzlichen Aufwand.

 

Nur wenige Unternehmen in Dresden sind jedoch auch selbst im Internet vertreten, in der teilweise doch recht verschlafenen Elbmetropole im äußersten Osten Deutschlands wird viel Wert gelegt auf Laufkundschaft und regionale Produkte. Die Stadt ist geprägt von kleinen Familienunternehmen, Ladenschlusszeiten werden in Dresden überaus penibel eingehalten. Der Umsatz scheint in vielen Betrieben nicht so wichtig, wie das traditionelle Lebensgefühl und der typische Dresdner Lifestyle. Eine Ausnahme bietet dabei die Dresdner Neustadt mit kulturellen Angeboten und einem für die Region außergewöhnlichem Nachtleben.

 

Neustadt Dresden: High life bei Tag und Nacht

 

Die bunte Republik Neustadt (kurz: BRN) ist eine der größten Kulturveranstaltungen in Dresden. Von den Einheimischen gleichermaßen geliebt und gehasst findet das bunte Treiben jährlich in den Straßen der Dresdner Neustadt statt, sehr zum Ärger mancher Anwohner, die während des lauten und bunten Treibens auf Dresdens Straßen während der BRN am liebsten das Weite suchen. Wer für ein paar Tage auf Kurzurlaub nach Dresden kommt, darf sich dieses bunte Spektakel nicht entgehen lassen, auch wenn Touristen von der Geschwätzigkeit der Sachsen teilweise doch sehr überrascht sind. Doch zu Feiern: Das versteht der Sachse und so ist die bunte Republik Neustadt ein so beliebtes Event bei Jung und Alt, dass die Straßen der Dresdener Neustadt nur so überquellen während des mehrtägigen Events, welches übrigens 2020 vom 19. bis 21. Juni stattfinden wird.

 

Dresden und die Wirtschaft: Weit unter dem bundesdeutschen Durchschnitt

 

Trotz umfangreicher Solidaritätszuschlags-Leistungen ist es den Dresdnern auch im Jahr 2019 nicht gelungen, auch nur annähernd so viel zu erwirtschaften, wie der Rest von Deutschland. Mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen von 18.922 Euro im Jahr erreichen die Dresdner Haushalte nicht einmal 50 Prozent des Gesamtdeutschen Durchschnitts, insgesamt erreicht Dresden wirtschaftlich gesehen den drittletzten Platz der gesamten Republik.

Zum Vergleich: In München liegt das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen bei mehr als 5.000 Euro im Monat, was nicht zuletzt dem Europäischen Patentamt geschuldet sein dürfte, welches seinen Beamten und Patentanwälten einen überdurchschnittlichen Lohn zahlt für die Begutachtung europaweiter Erfindungen und Innovationen. Lichtblick für Dresden: Infineon und VW haben in der Region Arbeitsplätze geschaffen, das Handwerk ist in Dresden überdurchschnittlich stark im Vergleich zu anderen Branchen vertreten. Die Arbeitslosenquote ist jedoch hoch, die Anzahl an Akademikern, die nicht nach der abgeschlossenen Ausbildung von Dresden wegziehen, eher gering.